Die Reaktion auf unser nächstes Reiseziel Tasmanien war oft sehr ähnlich: "Zum Tasmanischen Teufel?!" Ab und an wurde auch angemerkt, dass das doch sehr weit wäre und ich denke auch, dass einige gar nicht so genau wussten, wo Tasmanien eigentlich genau liegt. Tasmanien wird auf jeden Fall der Urlaub, für den wir die größte Entfernung zurücklegen müssen. Von dort aus ist Neuseeland nur noch ein Katzensprung. Eigentlich müsste man diese Gegend der Welt in einem Ritt absolvieren. Aber dafür fehlt es einfach an Urlaubszeit. Wir haben nun ganze 4 Wochen Zeit Sydney, Tasmanien und Melbourne kennen zu lernen. Ich kann schon einmal verraten, dass es sicherlich keine geruhsame Zeit innerhalb der Wochen geben wird. Mal von den beiden 14-stündigen Flügen von Abu Dhabi nach Sydney und von Melbourne nach Abu Dhabi abgesehen. Darüber denken wir aber noch nicht nach.

 

Tasmanien hat schon einmal eins mit unserer Lieblingsinsel Island gemeinsam: Das Wetter ist recht unberechenbar und wir werden uns sicherlich nicht über zu große Hitze beschweren müssen. Ich mag diese heißen Temperaturen eh nicht. Somit hoffen wir auf gnädiges Wetter und der Wechsel zwischen Sonne und Regen bringt auch immer wieder herrliches Licht zum Vorschein. Ich glaube, Tasmanien wird wieder eine Insel, die man nicht so leicht aus dem Kopf bekommen wird. Also dann bis bald auf dieser Seite.

Nun ist es endlich soweit. Am Samstag 21:00 setzen wir zu unserer Reise nach Tasmanien an. Die Flugzeit beträgt insgesamt 20 Stunden. Wenn alles nach Plan funktioniert, werden wir am Montag 6:30 Uhr in Sydney landen. Wir haben also den ganzen Tag in Sydney vor uns. Mal sehen, wie wir die 10 Stunden Zeitunterschied nach der langen Reise vertragen. Bisher waren wir auf dem Hinweg immer recht schnell wieder fit. Wir werden 3 Tage in Sydney bleiben, bevor wir nach Hobart fliegen. Bevor es nach Hause geht, sind wir dann noch 3 Tage in Melbourne.

 

Insgesamt werden wir auf die 4 Wochen 14 Unterkünfte bewohnen. Wir sind also mal wieder gut unterwegs. Dann hoffen wir einmal auf gnädiges Wetter, ruhige Flüge und viele einzigartige Eindrücke. Die nächsten Beiträge werden dann Montag oder Dienstag folgen, je nach Lust, Laune und Internet.

Tag 01 - 04.11.2019

 

Fast wie im Handumdrehen sind wir nun am anderen Ende der Welt gelandet. Sydney begrüßt uns freundlich, sonnig und angenehm warm. Insgesamt haben wir 50 Stunden vom Aufstehen in Leipzig bis zum Ins-Bett-Gehen in Sydney benötigt. Am Ende habe ich es deutlich gemerkt. Da sind mir die Augen beim Bildbearbeiten zugefallen. Was dazu führte, dass ich meinen Blogeintrag auf den Morgen am nächsten Tag verschieben musste. Nun sitzen wir über der Stadt und frühstücken das erste Mal in Australien. Jetzt fehlt uns nur noch Antartika als zu bereisender Kontinent. Da müssten wir uns aber noch einen Sponsor suchen, der das finanziert. Es dürfen aber auch viele kleine Sponsoren seien...

 

Am meisten beunruhigt mich auf Reisen, ob die Bahn zum Flughafen pünktlich ist oder ob mal wieder eine größere Katastrophe eintritt. Um ganz sicher zu gehen, müsste man eigentlich am Tag vorher anreisen. Mitreisende durften dies mal wieder am eigenen Leib erfahren. Einige wollten nach Frankfurt, um von dort dann weiter Richtung Basel zu fahren. Der Zug nach Basel hatte aber soviel Verspätung, dass er Frankfurt nicht mehr anfahren konnte. Somit mussten sie in Fulda aussteigen, um dann dort in den ICE zu steigen. Die Leute am Hauptbahnhof in Frankfurt durften sich eine andere Möglichkeit suchen. Ich rechne schon immer einen Puffer ein, aber wenn es hart auf hart kommt, fliegt man eben nicht an dem Tag in den Urlaub. Diesmal ging alles gut und wir konnten unsere ganzen Gedanken auf die 2 Flüge verwenden.

 

Da wir schon 7:00 Uhr in Sydney gelandet waren, mussten wir unsere Müdigkeit noch im Zaum halten. Sydney ist stark mit Wasser durchzogen. Wir sind ewig auf den hölzernen Promenaden am Wasser entlang gelaufen und haben das angenehme Wetter genossen. Uns sind dabei einige umgebaute Fabrikanlagen aufgefallen. Diese wurden zu Edelwohnungen umgebaut. Man hatte die Möglichkeit, vor seiner Wohnung gleich sein Boot zu parken und hatte somit sein schwimmendes Haus jederzeit im Blick. Nach einem kleinen Abendbrot beim Thailänder genießen wir noch den hereinbrechenden Abend über der Stadt. Wir haben uns gezielt eine Wohnung mit Aussicht gesucht und Aussicht ist ganz viel vorhanden. Der Tag verabschiedet sich mit einem kleinem Gewitter und wir versuchen jetzt erst einmal die 10 Stunden Zeitunterschied zu verarbeiten.

 

 

Tag 02 - 05.11.2019

 

Nach 12 Stunden Schlaf fühlte ich mich zwar am Morgen noch nicht wie frisch geboren, kann aber zum Ende des Tages behaupten, dass ich keine Einschränkungen aufgrund der Zeitverschiebung mehr verspüre. Wir waren heute wieder ordentlich unterwegs und mein Körper hätte sich sicherlich gemeldet, wenn es ihm zuviel geworden wäre. 

 

Sydney ist eine Großstadt, in der es sich aushalten lässt. Irgendwie ist hier alles ziemlich unaufgeregt und man hat wahnsinnig viel zu entdecken. In den beiden Tagen sind wir über 30 km gelaufen, sind von Stadtteil zu Stadtteil mit der Fähre gefahren und haben auch die Straßenbahn genutzt. Alles scheint gut organisiert und den Bedingungen der Stadt angepasst. Ab und an muss man sich ermahnen, dass man in einem Linksverkehrland unterwegs ist. Besonders wenn man unbedarft die Straße überqueren will und sich kurz wundert, wo plötzlich das Auto herkommt. Bisher ist alles gut gegangen und bis wir selber fahren, vergehen noch ein paar Tage. Man muss aber auch schreiben, dass Sydney nicht preiswert ist. Bis auf heute Abend haben wir für mittelmäßiges Essen viel harte Währung bezahlt. Die positive Ausnahme war heute eine Nordchinesische Nudelsuppengaststätte. Das Essen war hervorragend und der Preis komplett angemessen. Bei den Essen davor war das eher nicht der Fall.

 

Die Stadt gibt aber auch einiges an seine Bewohner und Besucher zurück. Die öffentlichen Toiletten waren bisher alle kostenlos. Bei uns wäre das ein Garant für versiffte Toiletten, auf denen man ohne Schutzanzug und Geruchsneutralisierung kein Geschäft machen möchte. Hier waren sie alle in einem ordentlichen Zustand. Auch der Botanische Garten ist kostenlos. Die Anlage ist riesig und sehr gepflegt. Man entdeckt dort auch allerlei lustiges Vogelgetier. Neben Tauben und Möwen sind hier Ibisse stark vertreten. Bisher haben wir die nur in Südafrika gesehen. Sind nicht gerade die hübschesten Vögel, dafür können sie wunderbar grausam Schreien. Man weiß öfter nicht, ob gerade ein Kind inbrünstig schreit oder ob ein Ibiss unterwegs ist. Wenn es ganz furchtbar klingt, ist es meist der Vogel.

 

Uns geht es jedenfalls prima. Wir haben die Eigenschaft, uns schnell an andere Gegebenheiten zu gewöhnen und vor allem den Alltag zu vergessen. Heute war ein erster Schritt in beiden Fällen.

Tag 03 - 06.11.2019

 

Heute war Strandtag. Knappe 10 Kilometer von der City entfernt liegt Bondi Beach. Von dort aus kann man eine Wanderung über die Steilküste von einem Strand zum nächsten machen. Der Strand zieht viele Menschen an. Da derzeit auch noch eine Skulpturenausstellung an der Küste entlang aufgebaut ist, war die Anzahl der Mitwandernden doch recht erheblich und ließ sich nur schwer ignorieren. Was man auch nicht ignorieren konnte, war das ausgeprägte zur Schaustellen des eigenen meist gut trainierten Körpers vieler Australier. Der Drang seine sportlichen Aktivitäten nach außen zu tragen, schien recht groß zu sein. Dass sich diese Anstrengung auch gelohnt hat, konnte man dann oberkörperfrei (leider nur die Männer) und im knappen Bikini bei den Damen präsentieren. Es wurde gelaufen, Handeln gestemmt, Klimmzüge gemacht und was sonst noch alles den Muskel stählt. Jedenfalls tat es nicht weh, beim Zuschauen.

 

Wer im übrigen für die Zeit nach seinem Ableben noch einen tollen Platz sucht. Auf dem Wanderweg lag auch ein Friedhof mit Meerblick. Ich weiß nicht, ob man dafür vorher eingebürgt werden muss oder ob da auch ein 3 monatiges Urlaubsvisum reicht. Müsste man mal erfragen.

 

Nicht ganz durchgestiegen sind wir bisher beim Bezahlsystem der öffentlichen Verkehrsmittel. Anfangs kamen uns die Preise für etwas Bahn fahren doch recht happig vor. Vorsichtshalber erhöhten wir den Wert auf unserer Karte, um nicht plötzlich die Fahrten nicht mehr zahlen zu können. Nach dem wir dies getan hatten, bezahlten wir nun plötzlich nur noch kleine Beträge für Fahrten, die vorher wesentlich mehr gekostet hatten. Scheinbar gibt es hier wie ein Bonussystem und man zahlt nach einer gewissen Summe deutlich weniger für die Inanspruchnahme der Verkehrsmittel. Soll uns ja auch recht sein. Leider haben wir jetzt zuviel Geld auf der Karte. Wie man es macht...

 

Den letzten Abend in Sydney haben wir noch einmal bis zur blauen Stunde am Hafen verbracht. Sydney werden wir als sehr angenehme und unaufgeregte Großstadt in Erinnerung behalten. Vielleicht laufen wir morgen früh vorm Abflug nach Hobart noch zum Fischmarkt. Da wir dafür aber 5:00 Uhr aufstehen müssten und wir auch heute wieder eher spät ins Bett kommen, möchte ich noch nix versprechen.

 

Tag 04 - 07.11.2019

 

Der Fischmarkt wurde nun schlussendlich besucht, wenn auch nicht zur Auktion gegen 5:30 Uhr. Wir haben die Zeit zwischen Frühstück und Abfahrt zum Flughafen mit einem kleinen Spaziergang zum Fischmarkt genutzt. Der lag nur 10 Minuten zu Fuß von unserer Unterkunft entfernt. Ich neige ja eher zu  konservativem Verhalten vor Abflügen und sitze stundenlang wartend irgendwo rum, bevor ich in die Verlegenheit komme, den Flug zu verpassen. Aber in diesem Fall war das Risiko überschaubar. Sydney war damit Geschichte.

 

Der Inlandsflughafen war so, wie man sich einen Flughafen vorstellt. Geräumig mit vielen Sitzmöglichkeiten, gut strukturiert, einigermaßen hell, Toiletten in Sichtweite und eine Menge Einkaufsmöglichkeiten. Das letztere war eher nicht so interessant für mich, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Auf den Flughafen gehe ich nur kurz ein, weil die Flughäfen in Frankfurt und in Abu Dhabi nicht mehr zeitgemäß waren. Der kurze Hüpfer von einer Stunde und fünfunddreißig Minuten war ruhiger als erwartet. Immerhin war über Tasmanien frischer Wind mit Böen um die 90 km/h angesagt. Bis auf die abrupte Landung war aber alles im Rahmen. 

 

Der Flughafen in Hobart verbreitete dann gleich Urlaubsfeeling. Alles war aus Holz gefertigt mit liebevollen Details. Eigentlich wollten wir die Tage in Hobart ohne Auto verbringen, da der Transfer zur Unterkunft und wieder zur Autovermietung am Flughafen zurück recht teuer gewesen wäre. So entschied ich mich, nach einer vorzeitigen Abholung zu Fragen. Zu aller Überraschung, auch der Angestellten von Avis, konnte ich das Auto 3 Tage länger ohne Aufpreis mieten. Vielleicht ist es ein Ausgleich für das teure mittelmäßige Essen, welches wir oftmals in Sydney erdulden mussten.

 

Somit konnten wir durch angenehme 9 Grad und einem Wechsel aus Sonne und Regen gleich gemütlich in den ersten Stau fahren. In Hobart führt nur eine Brücke von der einen Wasserseite auf die andere. Dann war auch noch Berufsverkehr und scheinbar ein Unfall. Für Stopp and Go hätten wir keine 22 Stunden fliegen müssen...

Tag 05 - 08.11.2019

 

Tasmanisches Wetter ist unberechenbar! Das können wir so unterschreiben. Der Wechsel zwischen Sonne, Regen und Schnee war ansatzlos. Mal gab es alles mit und manchmal auch ohne Wind. Dennoch verbrachten wir unseren ersten vollen Tag auf Tasmanien viel im Freien. Wir versuchten den Hausberg von Hobart zu befahren. Leider war er auf die letzten 5 Kilometer nicht mehr freigegeben. Es stellte sich im Gespräch mit Einheimischen an einer Feuerstelle am Parkplatz zum Aufwärmen heraus, dass es aufgrund der Witterung zu eisig wäre. Mal sehen, ob wir morgen mehr Glück haben.

 

Das Alternativprogramm brachte uns ins MONA (Museum of old and modern Art). Krass was da aus privater Hand in den Felsen gehauen wurde. Es passte mal wieder, dass das erste Exponat von einem Künstler aus Deutschland stammte, der jetzt in Leipzig wohnt und arbeitet. Das gesamte Museum war schon sehr abgefahren und hatte für seine nicht billige 30 Australischen Dollar doch einiges zu bieten. Dabei fiel mir mal wieder auf, das man als Tourist immer öfter zur Melkkuh wird. Als amtlich anerkannter Tasmanier konnte man kostenlos in das Museum gehen. Wir durften dagegen schon ordentlich blechen. Das ist mir auch schon in anderen Ländern unangenehm aufgefallen, dass es für Locals andere Preise gab, als für Eingereiste. Es gibt ja auch Urlauber, die sich aufgrund der moderaten Preise für ein Land entscheiden.

 

Zum Abschluss des Tages haben wir uns kurzentschlossen in einer Bar niedergelassen. Es wurde Livemusik angeboten. Man konnte sich entspannt zurücklehnen, etwas Barfood genießen und einfach der Musik lauschen. Auf die Empfehlung einer Freundin haben wir uns nach Tasmanischen Whiskey erkundet, da dieser angeblich so doll sein soll. Ich habe diesmal meine feminine Seite entscheiden lassen und den Whiskey mit der schönsten Flasche genommen. Die 2 cl waren wirklich super lecker. Der Preis von 30 Dollar hat uns dann doch etwas hüsteln lassen. Also Bianca, falls du das liest, Danke dafür...

Tag 06 - 09.11.2019

 

Heute wurde die Zweiteilung des Tages umgekehrt. Am Vormittag sind wir durch Hobart gelaufen, haben uns den Salamanca Markt und noch einige andere Sehenswürdigkeiten der Stadt angeschaut und versuchten erst nach dem Mittag erneut unser Glück bei der Bergbefahrung des Mount Wellington. 

 

Der Salamanca Markt findet jeden Samstag in der Nähe des Hafens statt. Es wird alles Mögliche, in erster Linie Sachen aus der Region, angeboten. Die Gerüche des Marktes änderten sich abhängig von der nächstgelegenen Fressbude ständig. Über Bratwurst bis hin zum orientalischen Essen war alles vertreten. Auch Hobart ist nicht sonderlich preiswert. Der Markt machte dabei keine Ausnahme. Trotz des Gewusels habe ich den Markt ruhig und mit einem Schuss Gelassenheit durchlaufen. Und es wurde tatsächlich auch mitgedacht. Man konnte seinen Hund in der Zeit des Marktbesuches in Obhut geben. Ich verstehe es auch nicht, wie man bei uns mit seinem Hund durch das Gedränge des Weihnachtsmarktes laufen kann. Bald kann man sich dieses Schauspiel wieder hautnah antun. Das Vergnügen dieses lauten Gewusels liegt sicherlich nicht auf der Seite des Hundes.

 

Der Mount Wellington hat sich uns auch diesmal wieder verschlossen. Jedenfalls wollten uns die freundlichen Herren in den gelben Westen nicht hinauf lassen. Zu eisig und zu windig waren die Ausreden. Ein Streckenposten erklärte uns in der mit einem ordentlich Kaminfeuer aufgeheizten Steinhütte, dass er auch nur dort stehen würde, um den Touristen zu erklären, warum sie nicht hochfahren dürfen. "Also wie uns." entgegnete ich. Somit blieb uns die Wanderung zu einem kleinen Wasserfall und die Hoffnung, dass uns der Berg vielleicht zum Ende unserer Reise doch noch hinauf lässt.

 

Da ich in Peru und Chile negativ anmerken musste, dass es nur widerlichen Instantkaffee gab, muss ich Tasmanien für seine bestehende Kaffeekultur loben. In Hobart gibt es viele kleine gemütliche Kaffees mit gutem Kaffee und ordentlichem Gebäck. Neben dem Linksverkehr macht uns ansonsten nur noch der australische Akzent zu schaffen. Ich stelle immer wieder fest, dass ich die Frauen ganz gut verstehe, ich mich bei den Männern aber immer wieder Frage, welche Sprache die eigentlich sprechen. An den Linksverkehr haben wir uns nach den 2 Tagen schnell gewöhnt. Das mit der Sprache kann noch dauern.

Tag 07 - 10.11.2019

 

Jetzt sind wir schon wieder eine Woche in Australien. Das beschauliche Hobart haben wir nun verlassen, um uns endlich von den Städten loszusagen und den Fokus auf die Natur Tasmaniens zu legen. Dafür ist Bruny Island ein geeigneter erstes Aufschlag. Die Insel vor der Insel wird von circa 600 Menschen bewohnt und besteht aus einem Nord- und Südteil, die durch eine enge Landzunge miteinander verbunden sind. Vor allem der Süden ist sehr naturbelassen und mit riesigen Waldflächen bedeckt. Highlight auf Bruny Island sind aber ganz klar die riesigen Strände ohne eine Menschenseele (außer seine eigen natürlich).

 

Dreimal haben wir auf Bruny Island am Straßenrand ein Tier im Augenwinkel gesehen, welches auf den ersten Blick wie ein Ameisenigel aussah. Obwohl zwischen dem Anhalten, Aussteigen und zum Tier gehen nur wenige Sekunden lagen und diese Tiere einen eher gemütlichen Eindruck hinterlassen, waren sie dann wie vom Erdboden verschwunden. Einmal haben wir es noch ins Dickicht laufen sehen. Mal sehen, ob wir mal noch eins von die Knipse bekommen, bevor es enteilt ist.

 

Eine weitere Tierbeobachtung hatten wir uns für den Abend vorgenommen. An der Übergangslandzunge landen in den Abendstunden Zwergpinguine an. Sie kommen nach der Fischjagd in ihre Nester zurück. Leider trauen sie sich erst an Land, wenn es dunkel wird oder wie in unserem Fall schon dunkel ist. Wir standen am Strand ab ca 19:30 in der Hoffnung, dass wir die kleinen Tierchen noch im Tageslicht begutachten können. Schlussendlich sahen wir und ca. 10 - 15 andere tapfer Ausharrende gegen 21:00 den ersten schwarzen kleinen Punkt, der sich aus dem Wasser in Richtung unseres Standpunktes bewegte. Mit der Zeit und der Hilfe der kleinen Rotlichtlampen unserer Standnachbarn konnten wir den Vorhutpinguin dann doch etwas genauer sehen. Es folgten in größeren Abständen dann noch einige weitere. Kurz nach 21:30 brachen wir die Exkursion ab und fuhren in unsere wieder einmal sehr gemütliche Unterkunft zurück.

 

Tag 08 - 11.11.2019

 

Ach ja... Ab heute ist ja wieder Karnevalszeit. Dolle Wurst.

Der Tag hatte zum Glück auch etwas Positives zu bieten. Das Wetter war fantastisch, angenehme 20 Grad bei bester Sonne und kaum Wind. Beste Bedingungen für eine Wanderung zur Floatet Cape. Wir waren davon ausgegangen, dass uns die Wanderung zu einem Steintor im Meer führen würde. Die Wanderung auf eine Klippe belohnte uns mit tollen Aussichten und weiter ansteigenden Fitnesswerten, aber ein Tor bekamen wir nicht zu Gesicht. Dennoch waren es tolle 3,5 Stunden, die wir unterwegs waren. Highlight war eine Oystercatcher-Familie am Strand. Der eine Catcher machte seinem Namen alle Ehre und sammelte die Würmer aus dem Sand, um sie zeitnah seinem Nachwuchs zu unterbreiten. Dieser kam, sobald er den leckeren Sandwurm sah, angesemmelt und verspeiste ihn. Der 2. Catcher blieb im Hintergrund und passte auf, dass dem Nachwuchs keine Möwe oder ähnlich garstiges Getier zu Nahe kam.

 

Zu Nahe kamen wir zum Abschluss der Wanderung leider auch keiner Tasse Kaffee, auf die wir uns schon gefreut hatten. Zwar gab es ein großes Restaurant direkt am Strand, von wo aus die ganzen Bootstouren um die Insel begannen, aber irgendwie scheinen die der Meinung zu sein, dass sich nach 15:00 kein Geld mehr verdienen lässt. Die Bude war 15:30 zwar noch offen und hatte auch noch einige süße Leckereien in der Auslage, verkaufen wollten sie uns aber nix mehr. So blieb uns als einzige Option, das Bruny Hotel aufzusuchen, bei dem wir am Vorabend schon gegessen hatten und uns dort auf einen Kaffee reinzusetzen. Ich glaube nach 15:00 Uhr ist das Hotel die einzige Anlaufstelle für Gäste mit Durst und Hunger. Zum Sonntag Abend war da jedenfalls die Hölle los und wir waren froh, im Nebenraum am Tresen einen Platz bekommen zu haben. Man muss aber auch sagen, dass die Leute vom Hotel gut hinterher und ordentlich auf Zack waren. Das Essen war darüberhinaus auch noch lecker.

 

Als Ausgleich zu Wanderung verbrachten wir dann noch einige Zeit am Cloudy Beach. Eigentlich die erste Adresse zum Surfen auf der Insel. Wir waren wahrscheinlich etwas spät, denn Surfer sahen wir nur noch einen wegfahren. Das störte uns aber nicht weiter. Wir genossen die Einsamkeit, die tolle Aussicht, die Abendsonne und das aufbrausende Meer. Auf der Rückfahrt kamen dann noch einige Kängurus vor die Linse. Sie waren zwar recht scheu, aber sobald sie am Kauen waren, ließen sie sich nicht mehr so leicht einschüchtern.

Es soll ja nicht heißen, ich gehe nicht auf die Wünsche meiner Leserinnen und Leser ein...

Tag 09 - 12.11.2019

 

Australien besitzt eine vielfältige Tierwelt. Wer diese nicht in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt, muss sich keine Sorgen machen. Spätestens am Straßenrand kann er sie, wenn er nicht zart beseidet ist, in Ruhe begutachten.

 

Jetzt sind wir von der Insel vor Tasmanien wieder auf die Insel vor Australien übergesetzt. Die meiste Zeit haben wir im Auto und auf dem riesigen Gelände der Strafkolonie in Port Arthur verbracht. Hier hatten die Briten vor ca. 200 Jahren begonnen, besonders unliebsame Gefangene zu verschiffen und hart arbeiten zu lassen. Die Lage der Gefängnisanlage machte auch jeden Fluchtversuch unmöglich. Der jüngste Gefangene war damals 9 Jahre alt, musste 7 Jahre dort verbringen und alles, weil er 3 Boxen mit Spielzeug gestohlen hatte. Heute wirkt das alles recht idyllisch. Damals war es wohl die Hölle. Die Australier haben sich jedenfalls sehr viel Mühe mit der Aufarbeitung dieses Museums gemacht. Leider bekommt man das mit 40 Australischen Dollar auch finanziell zu spüren.

 

Grundsätzlich muss man festhalten, dass die Kosten auf Tasmanien für Essen, Trinken und Eintritte, falls man welche zahlen muss, recht hoch sind. Eine Flasche Cider kostet im laden 7 Australische Dollar, dass sind ca. 4,40 Euro. Da sprechen wir noch nicht einmal von 0,5 Liter Flaschen. Benzin dagegen ist mit ca. 1,00 Euro pro Liter dankenswert preiswert. Bisher war das zwar noch kein großer Faktor, wird es aber in den nächsten Tagen immer mehr.

 

Unsere Unterkünfte, die wir bisher bewohnt haben, waren allesamt sehr speziell im positiven Sinne. Mit unserer jetzigen am Stormy Bay (und ja, der Name scheint Programm zu sein) geht es so weiter. Dieses B&B vermietet diesmal mehr als nur ein Zimmer. Dafür sind die Gastgeber ebenso reiseverrückt wie wir, sprechen langsames und deutliches Englisch und haben uns zu einem Glas Portwein in ihr Wohnzimmer eingeladen. Das sind die Momente, die es ausmachen.

 

Jetzt schon einmal Danke an alle, die hier fleißig mitlesen und besonders auch an alle, die kommentiert haben. 

 

 

Tag 10 - 13.11.2019

 

Heute haben wir den Tasmanischen Teufel besucht. Leider ist dieser kaum noch in der Wildnis vorhanden, da eine Form des Gesichtskrebses ca. 90 Prozent der Population vernichtet hat. Im Gebiet um Port Arthur befindet sich aber noch eine große Anzahl an Tasmanischen Teufeln, die von diesem Krebs nicht befallen sind. Es wird fieberhaft daran gearbeitet, diese unterschiedlichen Populationen voneinander fern zu halten und die gesunden Teufel vermehrt fortzupflanzen. Ansonsten ist es schon ein trolliges Tierchen, mit dem nicht zu spaßen ist. Die Aufgabe des Tasmanischen Teufels ist die Säuberung der Umwelt von verendeten Tieren. Dabei kann es von seiner ungeheuren Beißkraft profitieren. Man sollte jedenfalls nicht auf die Idee kommen, es in freier Wildbahn streicheln zu wollen. Bei dem Überbiss würde man das aber wahrscheinlich eh nicht in Betracht ziehen.

 

Shirley ist nun auf den Geschmack gekommen. Die letzten Tage wurden ausreichend Austern verzehrt. Ich kann dem ganzen Zeug nix abgewinnen. Auf einem Weingut gab es heute eine Platte mit unterschiedlich zubereiteten Austern. Schön bunt ist der Teller ja gewesen. Zum Glück für mich gab es auch leckeren Kuchen. Der Ausblick über die Weinfelder in Verbindung mit dem Wechsel aus Sonne, Wolken und Regen war auch nicht zu verachten.

 

Nun sind wir in Bicheno in der Nähe des Freycenet Nationalparks angekommen und sind wieder an einem besonderen Ort gelandet. Nur 20 Meter vom menschenleeren weißen Strand entfernt, genießen wir die Ruhe, bevor es morgen mal wieder zu einer längeren Wanderung und vielleicht am Abend zur zweiten Pinguin-by-night-Tour geht.

Tag 11 - 14.11.2019

 

Die Pinguin-Tour haben wir am späten Abend erfolgreich absolviert. Man merkt sofort, wenn solche Sachen organisiert werden und die Guides für das Geld, was man bezahlt, auch einiges bieten müssen. Die Zwergpinguine werden ja nur so um die 30-40 cm groß und versammeln sich oftmals zu größeren Gruppen, bevor sie an Land kommen. Die Kolonie besteht aus ca. 1800 Tieren. Davon leben 800 an Land und knapp 1000 auf einer kleinen vorgelagerten Insel. Fotografieren macht keinen Sinn, da es schon sehr dunkel ist, wenn sie anlanden. Macht aber auch nix. Somit kann man sich einmal auf das Wesentliche konzentrieren. Muss ja auch mal sein.

 

Der Besuch des Freycinet Nationalparks gestaltete sich mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite hatten wir tolle Ausblicke und kamen endlich dazu, den Ameisenigel zu fotografieren, auch wenn er sich hier wieder so schnell es ihm möglich war, aus dem Staub machen wollte. Auf der anderen Seite ist Tasmanien auch Reiseland und es gibt noch andere Touristen, die die Naturschönheiten bestaunen wollen. Am Aussichtspunkt auf die Wineglass Bay war es jedenfalls so voll, wie wir es bisher noch nicht auf Tasmanien gesehen hatten. Wie der Zufall so wollte, setzte sich neben uns eine Frau mit Kleinkind, welches sie die ganze Zeit vor dem Bauch nach oben getragen hatte. Sie versuchte ein Selfie mit ihrem Kind und sich zu machen. Dabei hörte Shirley, dass sie Deutsch vor sich hin murmelte. Ich fragte dann, ob ich ihr vielleicht die Last des Fotografierens abnehmen solle. Im Weiteren ergab sich dann, dass sie aus Schkeuditz kam und seit knapp 20 Jahren im Ausland unterwegs ist.

 

Abseits das großen Trubels findet man aber noch genügend Wandermöglichkeiten, die man ohne weitere Besucher absolvieren kann. Die Gegend um Bicheno ist auf jeden Fall sehr trocken. Sie ist zwar von riesigen grünen Wäldern durchzogen, dass täuscht aber über die trockenen Böden nicht hinweg. Leider müssen auch immer wieder größere Teile gerodet werden, um bei den Buschbränden keinen engen geschlossenen Korridor vorzufinden. Das sieht natürlich nicht sonderlich schön aus, wenn man dort vorbeifährt. 

Tag 12 - 15.11.2019

 

Shirley wollte unbedingt den Sonnenaufgang gegen 5:00 an unserem Hausstrand bestaunen. Ich bin bei so etwas immer eher der Weiterschläfer. Die Sonne ging räumlich gesehen etwas anders auf, als Shirley es erwartet hatte. Dennoch war sie vom Strand und vom Licht beseelt und konnte auch recht reibungslos wieder einschlafen. 

 

Wir sind die Ostküste weiter Richtung Norden gereist. Diesmal waren es nur 70 Kilometer, die bis zum Binalong Bay gefahren werden mussten. Dabei änderte sich die Form der Küste. Aus den endlosen Stränden wurden kleinere Buchten, die die ganze Landschaft durchzogen. Vorher hatte man mehr Weite und nun mehr Abwechslung. Binalong Bay hat den weißesten Sand, den ich bisher in meinem Leben gesehen habe. Die Strände in Thailand und an anderen Ecken der Welt waren teilweise auch sehr weiß, aber dieser hier ist schon krass krass weiß. Ich konnte bei Sonneneinstrahlung kaum die Augen offen halten, so stark reflektierte das Licht. Im Gegensatz zu den Wäldern, die oft sich selbst überlassen werden, sind die Strände alle sehr gepflegt und sauber. Auch am Straßenrand sieht man kaum mal weggeworfenen Müll. 

 

Nach 12 Tagen darf man auch einmal ein kurzes Wetter-Zwischenfazit ziehen. Was fast immer vorhanden ist, ist Wind. Der ist mal kräftiger, mal ist er nur ein kleiner Hauch. Aber richtig windstill war es eigentlich nie. Der Wind beherrscht auch die Temperaturen. Meist fühlt er sich eisig an. Wenn man doch einmal in einer windgeschützten Ecke der Sonne ausgesetzt ist, merkt man, was die hier für eine Kraft hat. Zwischen 2 Grad und Schnee bis hin zu 25 Grad und Sonne war bisher alles vorhanden. Der Regen hielt sich bisher in Grenzen, setzt aber auch mal urplötzlich und sehr intensiv ein. Ist dann aber auch gleich wieder vorbei. Wenn man diese wenigen Minuten ungeschützt dem Regen ausgesetzt ist, kann man nur hoffen, dass ein Tag mit 25 Grad ist.

 

Noch ein Wort zum Teufelbild. Der wurde gefüttert und sein Snack, den er krachende durchkaute, hing an einem Seil und dort an einem Draht.

Tag 13 - 16.11.2019

 

Die Hälfte des Urlaubs liegt nun hinter uns. Die, die sich freuen, uns wiederzusehen: Ihr habt es fast geschafft. Die anderen ...

 

Der heutige Tag begann entspannt mit einer Vogelfütterung auf dem Balkon von Mark. Mark ist unser Herbergsvater, gibt Bumerang-Stunden und ist auch ansonsten recht umgänglich. Nach dem Frühstück verabschiedete er sich gleich einmal von uns und meinte, er käme erst am nächsten Tag von einer Party zurück. Wir haben also sturmfrei. Die Fütterung fand mit zwei Kookaburras statt, die sich Mark mit der Zeit angelockt hatte. In unseren Breiten sind sie als Lachender Hans bekannt. Man kann den Vogel am Anfang der Reise bei den Bildern aus Sydney schon bestaunen. Diese hier setzen sich beim Füttern noch bereitwillig auf den Arm des Nahrungsgebers. Shirley war natürlich äußerst entzückt.

 

Die Ecke um St. Helens, wozu auch unser Ort Binalong Bay gehört, ist vor allem durch seine Strände und Buchten bekannt. Man findet an der Straße aller 500 Meter eine neue Stichstraße, die zu einem weiteren Strand führt. Bemerkenswert ist, dass die Campingplätze hier alle kostenlos sind. Nach 4 Wochen muss man dann den einen Platz verlassen und sich auf einen anderen Stellen. Weitere Beschränkungen gab es nicht. Wo hat man schon Campingplätze mit Meerblick, die darüber hinaus nichts kosten. Coole Sache, wenn man Camping mag. Mark erzählte uns, dass sich die Tasmanier oftmals mit voller Campingmontur nur wenige Minuten von ihren Häusern entfernt mehrere Wochen zum Camping aufmachen. Sie kommen nur ab und an nach Hause, um die Wäsche zu waschen. Wäre jetzt nicht so meins.

 

Der Tag heute war absolut perfekt. Das Wetter war fantastisch. Trotz des immer noch eisigen Windes kann man kurzhosig unterwegs sein. Die Strände sind grandios und uns geht es prima. Einziger Wermutstropfen war heute der Kuchen vom Bäcker, der gleichzeitig auch ein Schnellimbiss war. Der Möhrenkuchen schmeckte jedenfalls, als ob er den Geruch von den gebratenen Würsten angenommen hatte. Sehr merkwürdige Geschmackskombination, die es auch nicht zum vollständigen Verzehr gebracht hat.

Tag 14 - 17.11.2019

 

Die Küste haben wir nun erst einmal hinter uns gelassen. Wir profitierten einmal mehr von unserer Art zu reisen und zu übernachten. Den heutigen Abstecher zu einem grandiosen Wald mit riesigen Baumfarnen und einem tollen Wasserfall hätten wir ansonsten gar nicht mit auf dem Plan gehabt. So bekamen wir den Tipp beim Frühstück mit Mark in Binalong Bay. 

 

Die Tassies sind bisher ein sehr freundliches und aufgeschlossenes Völkchen. Man hat tatsächlich das Gefühl, sie sind an einem interessiert. Wenn sie hören, dass man alleine 3 Wochen seiner Zeit auf Tasmanien verbringt, merkt man ihnen den Stolz auf ihre Insel deutlich an. Viele sind auch übergesiedelte Australier, denen das Klima auf Tasmanien mehr zusagt. Vor allem aus den heißen Regionen Australiens, die jetzt immer mehr mit Buschbränden zu tun haben, haben wir einige Menschen getroffen. Mit der zunehmenden Trockenheit haben aber auch Landstriche auf Tasmanien zu kämpfen. Man sieht den Wäldern deutlich an, dass sie mal wieder etwas Regen vertragen könnten. In der Region um Launceston im Norden sieht es damit schon besser aus. Hier hat man auch mal blühende grüne Frühlingswiesen entdeckt.

 

Die Aufteilung der Touristen auf Tasmanien ist doch recht klassisch. Die größte Gruppe stammt aus Asien, was bei der Entfernung natürlich keine Überraschung ist. Viele sind davon individuell unterwegs. Die Kolonnen an Chinesen bleiben einem hier eher erspart. Sogar die Chinesen sind hier in kleinen Gruppen unterwegs. Insofern ich das überhaupt richtig einschätzen kann. Zum Thema Chinesen fällt mir noch ein, dass wir letztens am Strand langgeschlendert sind und ich der Meinung war, dass mehrere Möwen miteinander kommunizieren, bis ich merkte, dass sich 4 chinesische Damen laut darauf verständigten, wie man sich jetzt am Besten fotografieren sollte. Ich musste kurz schmunzeln.

Tag 15 - 18.11.2019

 

Was die Natur schon für lustige Kreaturen hervorbringt, durften wir in der Seahorse World in der Nähe von Launceston bestaunen. Dabei handelt es sich um eine Aufzuchtstation für Seepferdchen. Ein ganz besonderes Exemplar war das abgebildete Weedy Sea Dragon. Den beiden Exemplaren hätte man stundenlang zu sehen können. Sie glitten mit einer unaufgeregten Eleganz durch ihr Aquarium. 

 

Auf dem Rückweg hielten wir uns mehr in der Nähe des Tamar Rivers auf. Der ist ein Ausläufer der Tasman Sea und führt noch Salzwasser ins Landesinnere. Hier hatten einige ihre beschaulichen Häuser in die Nähe des Wassers gebaut. Bekannt ist die Gegend für ihre Weinvorkommen. Einige Winzer haben sich hier niedergelassen und betreiben scheinbar gut gehende Weinfelder. Bei einem hielten wir, in der Hoffnung einer kleinen Weinprobe. Die gab es dann auch für Shirley. Die Dame des Hauses schien gerade von ihrem Sohn aus dem Mittagsschlaf geholt worden zu sein. Sie schaute recht verschlafen und erzählte recht wortkarg etwas über die Weine, die Shirley zu kosten bekam. Scheinbar ist Tasmanien das Saale-Unstrut-Gebiet Australiens. Die meisten Weine waren recht trocken. Rotwein wäre hier absolut undenkbar gewesen. Gibt es aber auch. Ich frage mich immer, wem so eine saure Brühe überhaupt schmeckt, wenn man auch ordentlichen Rotwein bekommen kann. Aus Höflichkeit kauften wir eine Flasche Weißwein und genossen den Weg am Fluss entlang.

 

Die Hauptattraktion von Launceston ist die Cataract Gorge Schlucht. Diese zieht sich tief aus den Bergen bis zum Hafen der Stadt. Hier kann man rund um die Uhr die sehr gut ausgebauten Wege innerhalb der Schlucht wandern. Für uns war der kleine Sessellift, der die beiden Enden der Wanderwege zur Schlucht verbunden hatte, das Highlight. Man konnte entspannt von oben dem Treiben zu sehen und sich gemütlich von einem Ende zum anderen schippern lassen. Die angenehme nachmittägliche Sonne tat ihr Übriges.  

Tag 16 - 19.11.2019

 

Begonnen hat der Tag in der kleinen Stadt Launceston. Beenden werden wir ihn auf einer großen Pferdefarm in der Nähe von Burnie weiter westlich. Was sich manche Menschen für Plätze schaffen, in denen sie sich scheinbar verwirklichen können, ist schon unglaublich. Hier werden Pferde gezüchtet und zu Rennpferden trainiert. Aber man verkauft keine, sondern behält sie alle selber. Das muss man sich auch erst einmal leisten können. Die Inhaber, wovon die Frau auf den Namen Shirley hört, sind jedenfalls sehr bodenständig und nett. Hier wäre ein Platz gewesen, wo man es hätte auch länger aushalten können. Aber so ist es eben manchmal und man wüsste auch nicht, was man dafür weggelassen hätte.

 

Es wird wieder Zeit, dass wir mehr in die unberührte Natur gelangen. Der Weg von Binalong Bay über Launceston bis nach Burnie war bis auf Ausnahmen am Anfang eher langweilig. Gerade jetzt hier im Norden reiht sich Ort an Ort und Haus an Haus. Es sind zwar teilweise sehr schöne Häuser dabei, aber der Wildlifespirit mag da nicht so richtig aufkommen. Auch führt der Highway, der einer gut ausgebauten Landstraße gleicht, teilweise direkt am Meer lang. Was leider dazu führt, dass es keine kleinen gemütlichen Abstecherstraßen zum Meer gibt, wo man auch mal etwas seine Ruhe hat und nicht mit 110 Sachen langbraten muss, damit man keinen aufhält. Mal sehen, wie es dann morgen weitergeht, wenn wir wieder mehr ins Inland kommen.

 

Ich bin gespannt, ob sich auf der Farm mitten im Nirgendwo ein schöner Sternenhimmel auftut. Seit wir 1998 im Süden Irlands von einem Pub im Stockdunkeln nach Hause gelaufen waren und wir einen so unglaublichen Sternenhimmel über uns hatten, sehne ich mich nach einer ähnlichen Begegnung und der Möglichkeit, diese auch mal festzuhalten. Wenn es der Himmel hergeben würde, ist man entweder von zu viel Licht umgeben oder der Mond knallt ordentlich rein. Dieser ist im Moment in der abnehmenden Phase. In den nächsten Tagen dürfte er also nicht mehr dazwischenleuchten.

Tag 17 - 20.11.2019

 

Die Sterne-Mission konnten wir in der Nacht noch erfolgreich abschließen. Es war eine lustige kleine Nachtwanderung, die Shirley immer wieder an den Rand des Hyperventilierens brachte. Bei jedem Geräusch aus der Dunkelheit machte sich Unruhe breit und wurde ausgiebig von der Kopflampe Gebrauch gemacht. Unerwartet haben wir diesen Ausflug aber überlebt und ich konnte mir die Ergebnisse noch anschauen und ein Bild für den Blog aussuchen. 

 

Da die Frage aufkam, wir bereiten uns nicht speziell auf die Wanderungen im Urlaub vor. In Peru hätte man das vielleicht einmal machen sollen, da es schon recht anspruchsvoll war. Wie man aber auf die Höhe reagiert, hätte man vorher auch nicht gewusst. Hier in Tasmanien waren die Wanderungen bisher eher Spaziergänge. Da wir aber erst in das eigentliche Wandergebiet kommen, möchte ich mich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

 

Der Abschied von der Farm mit insgesamt 5 Hunden, die sich beim Abschied noch einmal alle zum Streicheln und Betatschen bereitgestellt hatten, fiel natürlich wieder einmal schwer. Da kann man schon fast vom Glück reden, dass wir nur eine Nacht dort verbracht haben. Ein Abschied nach längerer Aufenthaltszeit wäre undenkbar gewesen.

 

Das Ziel der heutigen Reise in den Westen Tasmaniens nach Strahan war die Fahrt mit einer historisch nachgebauten Eisenbahn durch den Regenwald. Die Tour ging 4 Stunden und war liebevoll gestaltet und durchgeführt. Wir hatten die Tour mit kleinen Snacks gebucht und waren von der Qualität des Essens angetan. Den perfekten Ausklang fanden wir dann noch beim Spazieren und Abendessen am wilden Strand von Strahan. Es war lustig, wie nach und nach immer mehr Leute zum Ausblick kamen, um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Bei den Sonnenuntergängen ist aber schon noch Luft nach oben...

Tag 18 - 21.11.2019

 

Wenn man keine Ahnung hat... Heute mal wieder seit Ewigkeiten ein Auto im Dünensand versenkt. Eigentlich hatten wir ja ein Allrad-Auto gemietet. Der Tucson ist normalerweise auch eins. Jedenfalls hatte ich das gleiche Auto schon einmal in Island mit Allrad. Also mit bestem Wissen und Gewissen eine kleine Stichstraße Richtung Strand gefahren, die nur für Allrad freigegeben war. Leider war der Sand dort sehr weich und tief und unser Auto, wie ich dann später feststellte, kein Allrad. Also gruben wir uns schön mit den Vorderreifen ein. Da das hintere Teil des Autos noch schön auf dem sandigen Untergrund stand, war mir klar, dass die Hinterreifen keine Lust gehabt haben, mitzuhelfen. Zum Glück fuhren recht bald 2 Tasmanische Männer mit einem etwas tauglicherem Gefährt an uns vorbei und holten uns nach einiger Zeit, da sie erst noch was zu erledigen hatten, mit 2 weiteren Männern, die sie kannten und die gerade vom Strand kamen, aus dem Schlamassel heraus. Da waren wir erst einmal erleichtert und haben, bis auf etwas Zeit, auch nix weiter eingebüßt. Die 4 Kerle wollten absolut nix von uns annehmen. So haben sie jetzt mal wieder etwas zu erzählen, wie dämlich die Touris doch manchmal so sind.

 

Heute war der Tag der kurzen Abstecher auf der Fahrt zum Cradle Mountain Nationalpark. Auf den kurzen sehr schön angelegten Tracks konnten wir einen Wasserfall, einen Fluss, viel Baumfarne, bemooste Bäume, Aussichten über das Land und eine schwarze Schlange bewundern. Dabei war die Bewunderung für die Schlange nur bei mir gegenwärtig, da Shirley achtlos an dem tollen Tier vorbeischlenderte. Die Schlange war schon in aller Ruhe auf dem Weg ins Gebüsch. Ich rief Shirley ein "Schlange" zu, da ich wollte, dass sie diese auch noch bewundern kann. Dazu kam es aber nicht, da Shirley wie vom Blitz getroffen aufschrie, sich komplett versteifte und die Hände abwehrend vor die Brust nahm. Was das alles geholfen hätte, war mir nicht klar. Ich schaffte es jedenfalls nicht, in der kürze der Zeit, die Anspannung aus dem Thema rauszunehmen und ihr die Schlange noch zu zeigen. 

 

Auch hier spielt das Wetter ab und an mal verrückt. Heute sind wir bei über 25 Grad und widerlich warm drückender Luft losgefahren. Der Westen ist eigentlich eher feucht und kalt. Dass es trocken war, passte gut, aber diese ekelig unangenehme Luft war schon anstrengend. Umso schöner war es bei den kurzen Wanderungen, wenn man direkt am Fluss oder Wasserfall stand und das kalte Wasser eine angenehme Luft erzeugte. Jetzt ist es innerhalb weniger Stunden auf 12 Grad abgekühlt. Somit lohnt es sich auch, den Kamin im Bungalow anzuheizen.

Tag 19 - 22.11.2019

 

Endlich einmal wieder einige Kilometer zu Fuß unterwegs gewesen. Die letzte ausgewachsene Wanderung ist doch schon einige Tage her. Im Cradle Mountain Nationalpark haben wir uns auf eine Tour um die 20 Kilometer gemacht. Insgesamt waren wir 6,5 Stunden unterwegs. In der ganzen Zeit sind uns vielleicht 20 Hanseln über den Weg gelaufen. Der Track war sehr abwechslungsreich. Am Anfang war er noch etwas mau, zeigte dann aber auf der weiteren Strecke riesige Bäume, Mooslandschaften, Berge, Seen und und und. Zum Ende hin konnten wir auch noch einen Ameisenigel beim Fressen beobachten. Echt putzige Tierchen.

 

Im Park ist uns wieder aufgefallen, dass so gut wie kein Müll am Rand zu sehen war. Ich habe 3 Dinge gezählt, die da hätten nicht liegen sollen. Und das, obwohl im Park selbst keine Mülleimer auf dem Weg befestigt sind. Wenn ich da immer an das Rumgemaule bei uns denke und wie es im Park nach jedem warmen Samstag dort aussieht, fragt man sich echt, was da das Problem ist, seinen Müll wieder mitzunehmen. Auch denken scheinbar viele Leute, dass sich Orangenschalen super in der Umwelt machen. Dem ist leider nicht so, da sie ewig brauchen, bis sie sich abbauen.

 

Morgen wird es dann wieder große Gefühle geben, wenn die Jenny ein Wombat-Baby mit in die Bungalowanlage bringt. Die kümmert sich wohl um hinterlassene Wombat-Zöglinge. Da wird aber jemand den morgigen Tag kaum erwarten können. Auf dem Weg vom Park zurück nach Hause leuchtete uns ein dicker Wombat-Hintern von der anderen Straßenseite zu. Als wir dann wieder in seiner Nähe waren, suchte er das Weite. Die Gebüsche am Straßenrand sind so dick bewachsen, dass man dann auch keine Chance mehr hat, die Tiere weiter zu beobachten. Das wird sich dann morgen in aller Ruhe und Niedlichkeit nachholen lassen.

 

Tag 20 - 23.11.2019

 

Am zweiten Tag im Nationalpark haben wir uns mit der Fähre zum Echo Point bringen lassen und sind von dort die 10 Kilometer am See entlang zurückgewandert. Heute war das Wetter abwechslungsreicher als gestern, was nicht zu unserem Vorteil gewesen ist. Es war einige Grade kälter und hat immer mal wieder geregnet. Dennoch war der Track wieder super. Man konnte gut sehen, dass man in einer feuchten Gegend unterwegs ist. Alles war grün vom Moos. Ein riesiger Baum hat beim Umkippen mehrere andere Bäume in Mitleidenschaft gezogen. Auf seinem weit verzweigten Wurzelnetz hatte sich wieder Erde gebildet und auf dem standen dann die anderen Bäume. Das sah schon spektakulär aus. Mit uns sind 5 Personen am Echo Point ausgestiegen. Vier davon waren nur in Turnschuhen und normalen Sachen gekleidet. Die dürften auf dem doch sehr feuchten Weg Spaß gehabt haben.

 

Das eigentliche Highlight war heute aber die Kleintierschau, die an der Rezeption genau neben unserer Hütte stattgefunden hat. Wie schon vermutet, rettet die Jenny die Kinder von verunglückten Tieren. Dabei muss man auch schon hart im Nehmen sein, wenn man erst einmal bei den getöteten Tieren nachschaut, ob da noch Nachwuchs im Beutel ist. Sie hatte einen kleinen Wombat, ein Wallaby und ein Pademelon dabei. Die Minikängurus waren jeweils in Stoffbeutel verstaut und schauten ab und an mal hinaus und musterten die Leute, die sie gerade auf dem Arm hatten. Der Wombat-Zögling war natürlich der King in der Runde. Willy Wombat ließ sich verschlafen auf jedem Arm nieder, auf den er verfrachtet wurde. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie die Frau sich später einmal von den Tieren trennen muss. Aber sie kümmert sich schon eine ganze Weile um solche Tiere. Da wird sie hoffentlich auch beim Abschiednehmen schon etwas Routine haben.

 

Im Moment knäckert ein kleines Feuer im Kamin. Das ist auch bitte notwendig, da die Buden hier immer ordentlich auskühlen. Man kann zwar tagsüber alles  aufheizen, aber spätestens nach der Nacht oder wenn man vom Ausflug wiederkommt, ist es hier saukalt. Besonders am Morgen bin ich da immer großer Fan von. Da sind wir mit unseren Zentralheizungen schon ordentlich verwöhnt. Jetzt ist es erst einmal brutzelig warm und wir warten auf den Sonnenuntergang.

Tag 21 - 24.11.2019

 

Der Wildnis haben wir nun erst einmal den Rücken gekehrt und sind auf dem Weg zurück Richtung Hobart noch am Gordon Staudamm vorbeigefahren. Diese riesige Staumauer zog gleich unsere Blick auf sich. Leider hat dieses Bauwerk auch seine Schattenseiten, wie wahrscheinlich die meisten Staudämme. Es wurde sehr viel Land weggespült. Man kann das noch gut an den abgestorbenen Bäumen im Wasser erkennen. Dennoch hinterlässt die 140 Meter hohe Mauer mitten in der Schlucht massiven Eindruck auf uns. Das Wetter spielt auch mit. Zwar sind kühle 8 Grad und Wind, aber mit Sonne lässt es sich gleich aushalten. Kurz vorm Aussteigen aus dem Auto flog der Regen noch senkrecht an uns vorbei.

 

Auf der Suche nach einem Cafe landeten wir im Mount Field Nationalpark, nach dem uns eine Frau in einer Bar schräg anschaute, als ich 2 Long Black bestellte. Nachdem ich es wiederholte und sie meinte, Kaffee gäbe es nicht in ihrer Bar, hat sie uns aber noch freundlich den Nationalpark empfohlen. Der Kaffee war schnell bestellt und getrunken und dann gab es noch einige kleine Wanderungen durch den Park zu 2 Wasserfällen und einem Tall Tree Track. Wie der Name schon sagt, stehen dort Baumriesen. Der höchste je gemessene lag bei 98 Meter. Wenn ich mir vorstelle, neben dem Völkerschlachtdenkmal steht ein Baum, der dieses Gebäude noch überragt, bleibt einem fast die Spucke weg.

 

Heute war endlich mal ein Tag, an dem uns auch die Fahrt von A nach B über C zum Anhalten und Fotografieren nötigte. Es waren einige tolle Panoramen am Horizont, die nicht unabgelichtet bleiben durften. Dieses Bedürfnis gab es überraschenderweise auf Tasmanien nicht allzu oft. Wahrscheinlich sind wir schon zu verwöhnt...

 

Tag 22 - 25.11.2019

 

Unsere Reise ist diesmal sehr stark von den Unterkünften geprägt. Bisher waren alle irgendwie speziell. Im Moment werden wir von Judith und Paul bewirtet. Beide haben sich ihren Traum erfüllt und ein Grundstück mit geilem Blick übers Tal des Huon Rivers gekauft. Man merkt den Leuten irgendwie an, wenn sie angekommen sind. Perfekt wird das Ganze auch noch dadurch, dass Paul für sein Leben gern kocht und man die Möglichkeit hat, von ihm bekocht zu werden. Gemütliche Unterkunft mit tollem Blick und gutem Essen: Was will man mehr?

 

Um die letzten beiden Tage auf Tasmanien nicht nur im Auto zu verbringen, sind wir zum Duck Hole Lake gefahren und sind gewandert. In den 2 Stunden ist uns genau ein Pärchen über den Weg gelaufen. Leider teilten sie uns auf den letzten Augenkontakt mit, dass sie eine Schlange auf dem Boardwalk gesehen hatten, die sich an der Sonne erfreute. Wir waren noch recht am Anfang unserer Wanderung. Man soll ja ordentlich aufstampfen, wenn man Schlangen sieht, da sie sich im Normalfall durch die Erschütterung verziehen. Ich kann Shirley jetzt jedenfalls zum Weintraubenstampfen vermieten. Jeder Schritt wurde fest und energisch in den Boden gerammt. Wenn dort ein Schlange gewesen wäre, wäre sie im Rhythmus der Schritte von Dannen gehüpft. 

 

Unsere Unterkunft ist auch ein Paradies zur Tierbeobachtung. Da Paul immer ordentlich Futter auf seinen Rasen streut, kommen am Abend die ganzen Kängurusorten und knuspern eifrig alles auf. Auch die unterschiedlichsten Vögel sind hier unterwegs. Die gezeigte Schwalbe, ich nehme mal an, es ist eine, hat mich beim ablichten immer schön an der Nase rumgeführt. Immer wenn ich die Verandatür einen Spalt weit seitlich geöffnet hatte, lies sich der Vogel nicht mehr blicken. Sobald ich die Tür geschlossen und mich wieder gesetzt hatte, tanzte die Schwalbe vergnügt direkt vor der Tür herum. Zum Glück war die Scheibe gut geputzt und ich konnte durchfotografieren. Jetzt gibt es noch einen Gutenachtcider von Frank´s Ciderplantage und dann wird sich wieder um eine Decke gestritten.

Tag 23 - 26.11.2019

 

Im dritten Anlauf haben wir nun endlich die Auffahrt zum Mount Wellington geschafft und einen hervorragenden Blick über Hobart und das gesamte Umland erhascht. Der Berg zeigte aber noch einmal, dass es ohne Wetterkapriolen nicht geht. So fing es auf dem Weg zu einer seitlichen Aussicht tatsächlich wieder an zu schneien. Man hatte schon das Gefühl, dass der Berg sich mit aller Kraft gegen unseren Aufenthalt wehrte. Nützte aber alles nix. Wir waren da und haben es genossen, auch wenn es echt arschkalt und windig da oben war.

 

Den Rest des Tages haben wir ein wenig das Umland von Hobart erkundet. Eine Empfehlung war das kleine Örtchen Richmond, wo die älteste Brücke Australiens steht, die irgendwann um 1830 herum gebaut wurde. Der ganze Ort unterscheidet sich aufgrund seiner alten Steinhäuser von den anderen Orten, die in erster Linie solche leichten Holzhäuser besitzen. Die haben scheinbar alle nicht das Märchen von den 3 Schweinchen gelesen. Richmond selber war sehr touristisch ausgelegt. Das merkte man auch wieder an den Preisen im Kaffee. Dafür gab es dann halt Schnitten zum Abendbrot.

 

Den letzten Abend auf Tasmanien genossen wir an einem langen Strand im South Arm Gebiet südlich von Hobart. Man kann da wirklich stundenlang am Meer spazieren, ohne das einem ständig Menschen über den Weg laufen. Das Meer hat hier auch oftmals richtig Kraft und man kann die tosenden Wellen beobachten. Hinzu kam noch ein Windsurfer, der über das Meer sauste. Wind war jedenfalls genug da. Bei dem kalten Wasser muss man sein Hobby schon mögen. Aber er war auch im Neoprenanzug komplett eingepackt. Wir zogen die trockene Variante am Strand vor und resümierten über unsere 3 Wochen auf Tasmanien. Morgen Mittag geht dann der Flieger nach Melbourne. Wir sind gespannt. Der Ausblick aus unserem Apartment in Melbourne lässt die Vorfreude jedenfalls schon einmal steigen.

 

P.S. Eddi gefällt es zwar sehr auf Tasmanien, dennoch soll ich klarstellen, dass er ein stolzer schottischer Frosch aus einem kleinen Laden aus Edinburgh ist. Da ist er etwas empfindlich der Kleine...

Tag 24 - 27.11.2019

 

Tasmanien haben wir nun verlassen und widmen uns nach einem kleinen holprigen Hopser Melbourne. Der Flug dahin war eigentlich ganz entspannt, bis er kurz vor der Landung noch einmal für etwas Aufregung sorgte, in dem er viel Höhe in kurzer Zeit verlor und den ein oder anderen Passagier zu ungewollten Lauten veranlasste. Die Landung selber war dann wieder recht sauber. Wir sind jetzt langsam am Ende der Reise angekommen und versuchen noch Melbourne zu erkunden. Die Aussicht aus dem Apartment ist schon einmal die Reise wert und enttäuscht uns nicht.

 

Überragend war auch unser erstes Essen in der Stadt. Wir suchten uns einen Chinesen, der mit Szechuan-Küche warb. Da wir in Leipzig im Chinabrenner für unser Leben gern essen und der Inhaber sich auch von dieser Küche inspirieren lässt, waren wir schon gespannt, was scheinbar "echte" Chinesen so kulinarisch zu Stande bringen. Wir wurden nicht enttäuscht und bekamen für angemessenes Geld hervorragendes Essen.

 

In Sydney fiel uns schon die Fitnessbegeisterung der meist jungen Australier auf. In Melbourne steigerte sich noch die Größe der Gruppen, die sich gemeinsam durch den Park oder am Fluss entlang schleppten. Auf dem Weg am Fluss war durch Läufer, Fußgänger und Radfahrer ordentlich Betrieb. Hier scheint auch jeder Rennrad fahren zu müssen. Die meisten waren dann auch dementsprechend zügig unterwegs. So schön der Weg auch war, entspannt war er nicht. Jetzt genießen wir noch den Blick über die Stadt und kräftigen uns schlafend für die morgige Stadterkundung.

Tag 25 - 28.11.2019

 

Heute war ich eine Weile ziemlich sackig. Irgendwie hat mich diese Stadt fertig gemacht. Wir sind entspannt mit der S-Bahn zur Central Station gefahren und haben von dort aus eine Tour durch die Seitenstraßen der Metropole begonnen. Die Führung war, modern wie wir sind, nur auf dem Handy. So mühten wir uns durch die Straßen und versuchten der Tour am Handy zu folgen. Leider waren einige Graffitis entweder nicht mehr da oder mit Müllcontainern zugestellt. Am schlimmsten empfand ich aber diesen nicht enden wollenden Strom an Menschen, die einem ständig über den Weg gelaufen sind oder im Weg gestanden haben. Vor allem an den Ampelkreuzungen war es ein Heididei, wenn die Ampel auf grün schaltete und alle losrammelten. Irgendwie scheinen die Australier es mit dem Linksverkehr bezüglich des Zufußgehens auch nicht so ernst zu nehmen. Ständig lief einem einer auf der falschen Seite entgegen und man konnte kaum ausweichen, weil man selbst schon eingekesselt war. In der Downtown hatte ich jedenfalls keine Lust mehr, mich mit den anderen Millionen von Menschen herumzuärgern. Wir sind dann zum Victoria Market, haben uns erst einmal etwas zum Essen und Trinken gesucht und es entspannt unter Gesellschaft eines ausgewanderten älteren Holländers genossen.

 

Wir haben uns dann aus dem Gröbsten verabschiedet und sind an die Docklands gelaufen. Diese war zum Glück recht ruhig und man konnte auch einmal eine Weile ungestört auf der Bank sitzen und auf das Wasser schauen. Als kleines Highlight des Tages sind wir dann mit dem Star geflogen. Das ist eines der größten Riesenräder der Welt und ermöglicht es, bei einer Flugdauer von 30 Minuten, die Stadt von oben zu bestaunen. Ich weiß zwar nicht, ob sich diese Anlage wirklich lohnt, da fast alle Kabinen leer durchgelaufen sind, uns hat es jedenfalls gefallen. Der Blick über die Stadt war fantastisch.

 

Wenn man einmal aus dem Trubel der Wolkenkratzer heraus ist und sich die Menschenmassen verteilen, kann man sich wohlfühlen in Melbourne. Es gibt einige Parks zum Zurücklehnen und auch schöne Spaziergänge am Fluss entlang. Leider wurde uns der Tagesabschluss etwas versaut, da der Chinese vom Vortag so voll war, dass wir hätten ewig warten müssen. Als gebranntes Kind der DDR stelle ich mich nicht mehr an, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Tag 26 - 29.11.2019

 

Dann mal auf zum letzten Tageseintrag für dieses Urlaub...

 

Da wir gestern Vormittag die Tiere der Großstadt zu Gesicht bekamen, haben wir uns diesmal für die weitaus ruhigere Alternative entschieden und die Tiere im Zoo angeschaut. Der Zoo war mit der S-Bahn in 30 Minuten inklusive einmal umsteigen erreicht. Er war gut strukturiert und hatte einige durchdachte Details. So waren vor allem für Kinder viele themenbedingte Spielmöglichkeiten vorhanden. Der Zoo hatte genug Potenzial, um uns bis zum Ende der Öffnungszeit zu beschäftigen. Der Koala hatte in unserer Gunst alle anderen Tiere hinter sich gelassen. Er war einfach zu drollig und im Gegensatz zu dem Koala im Leipziger Zoo hat er sich auch bewegt und etwas geboten für das Eintrittsgeld. Fairerweise muss man aber sagen, dass ich unseren Koala auch erst einmal gesehen habe. Vor der hässlichen Waldtapete würde ich aber auch nicht rumturnen. Der hier hatte schon mehr Abwechslung im Gehege.

 

Bevor es regnen sollte, was es auch dann tat, fuhren wir noch einmal quer durch die City und besuchten Brighton Beach. Hier stehen viele bunt bemalte Strandhütten, die vermietet und individuell genutzt werden können. Wir dachten ja, dass wir bei dem eher trüben Wetter in Ruhe an den Hütten vorbeischlendern können, aber nix war es. Wie es aussah, war ein Sicherheitstraining für Kinder angesetzt. Die mussten bei dem Mistwetter ins Wasser und haben unter Anleitung von Erwachsenen Rettungsübungen durchgeführt. Sie schienen aber Spaß zu haben.

 

Was uns gestern verwehrt blieb, passte heute perfekt. Wir konnten noch einmal zum Chinesen vom ersten Tag gehen und haben wieder super lecker gegessen. Dort geht es aber auch zu wie beim Bretzelbacken. Bei uns werden ja oftmals die Tische für den Abend nur einmal vergeben. Davon konnte hier keine Rede sein. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Wir waren ordentlich satt. Zum krönenden Abschluss war heute auch noch das Stadion in Betrieb und somit ordentlich beleuchtet. Ich konnte den Balkon noch einmal ausführlich zum Fotografieren nutzen.

 

Morgen fliegen wir 17:00 Uhr los und kommen Sonntag früh in Frankfurt an. Ein Fazit und eventuelle Vorkommnisse während der Rückreise werden dann zu Hause vervollständigt. Bis dahin...

So nun endlich liege ich mal nicht schon 19:00 Uhr im Bett. Diesmal hat mich die Rückreise ganz schön fertig gemacht. Ist aber auch kein Wunder, wenn man nur noch mit der Hälfte des Tageslichtes auskommen muss. Da aber kein Urlaub mehr übrig war, musste ich in den sauren Apfel beißen und Montag gleich wieder auf Arbeit gehen. 

 

Auch in Tasmanien sind die 4 Wochen wieder wie im Flug vergangen. Sydney hat uns sehr gut gefallen, da es sehr unaufgeregt war, die Stadt recht großzügig geplant wurde und man sich nicht gleich in der Masse an Menschen verloren fühlt. Melbourne ist komplett anders. In der Downtown habe ich mich etwas erschlagen gefühlt. Dennoch hat uns Melbourne aufgrund seiner vielen Parks und der großen Auswahl an gutem und bezahlbarem Essen gefallen. Die Möglichkeit ewig am Yarra River entlangzulaufen oder die bunten Strandhäuser etwas außerhalb zu besuchen, haben uns mit dem Stress des ersten Tages versöhnt.

 

Tasmanien selber war eine tolle Erfahrung. Wir haben durchweg einzigartige Unterkünfte mit meist sehr aufgeschlossenen und überaus netten Menschen bewohnt. Das Bad mit der Wanne mit Blick auf dem Mount Wellington in Hobart werden wir nie vergessen.

 

Die Strände auf Tasmanien sind absolut fantastisch. Mal sind sie kilometerlang mit tosenden Wellen und mal haben sie so weißen Sand, dass man kaum die Augen offen halten kann. Die Wälder der Insel bestehen zu 90 Prozent aus Eukalyptusbäumen. Diese haben auch im Frühjahr einen eher grau-grünen Touch. Wenn man sie dann aber einmal durchstreift, hat man schon ein subtropisches Gefühl. Dazu tragen auch die riesigen Baumfarne bei. Das Wandern kam diesmal etwas zu kurz. Die vielen kleinen Wanderungen sind doch eher Spaziergänge gewesen. Es ist alles sehr auf die Masse ausgerichtet. Die wilden Pfade haben wir nur gestreift. Das wäre mit einer Mehrtageswanderung durch den Cradle Mountain Nationalpark sicherlich anders gewesen. 

 

Die Tierwelt ist absolut einzigartig. Von bösen Überraschungen blieben wir verschont. Leider ist aber auch die Anzahl toter Tiere am Straßenrand ein Alleinstellungsmerkmal. Was da alles überfahren wird, ist schon wirklich traurig. Umso mehr haben wir uns über alles gefreut, was wir lebendig erspäht haben. 

 

Wir hatten einen entspannten Urlaub auf dieser tollen Insel. Dennoch muss ich für mich festhalten, dass der allerletzte Funke nicht übergesprungen ist. Das ist Jammern auf hohem Niveau. Aber man vergleicht halt doch immer wieder mit Reisen, die man schon gemacht hat. Da war mir Tasmanien dann schon eine Nummer zu "zivilisiert". Ich weiß nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll. Es hat mir doch etwas von der Wildheit gefehlt, die ich mir durch viele Eindrücke anderer Reisender versprochen habe. Ich glaube, die Empfindungen, die wir in diesem Urlaub hatten, treibt uns nächstes Jahr vielleicht wieder nach Südamerika. Aber bis dahin ist ja noch ein Weilchen Zeit...

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Kommentare: 23
  • #1

    Birgit (Donnerstag, 31 Oktober 2019 21:07)

    Wir wünschen Euch eine phantastische Reise, viele schöne Begegnungen, trockenes Wetter und freuen uns auf die Berichte. Alles, alles gute!

  • #2

    Mutti und Vati (Freitag, 01 November 2019 14:12)

    Wir wünschen euch einen traumhaft schönen Urlaub und freuen uns auf schöne Bilder und Deine Bericht . Passt auf euch auf. Liebe Grüße

  • #3

    Karen (Freitag, 01 November 2019 21:20)

    Ihr zwei Weltenbummler, genießt eure jetzt schon total spannend klingende Reise! Ich freue mich sehr auf den Bericht. Und ich gebe zu, ihr habt eine geographische Bildungslücke bei mir geschlossen �. Ganz liebe Grüße, Karen

  • #4

    Jacqueline (Samstag, 02 November 2019 14:12)

    Die Spannung steigt. Für euch und für die Leser. Habt viel Spaß!

  • #5

    Anja und Andreas (Montag, 04 November 2019 18:24)

    Wir wünschen euch eine tolle ZEIT und wir freuen uns auf das LESEN. Herzliche Grüße

  • #6

    Haubi (Freitag, 08 November 2019 15:17)

    Gelesen und herzlich gelacht.

  • #7

    Ariete (Freitag, 08 November 2019 19:31)

    Ich nehme die Wanne mit Meerblick! �

  • #8

    Bine (Montag, 11 November 2019 23:39)

    Wie schön- ich Lese jeden Abend deine Erzählungen. Toll, als wäre man dabei. Vermisse allerdings ein Känguru Bild....� Wo es schon so beworben wird. Schöne Zeit euch beiden weiterhin!!

  • #9

    Sandy (Dienstag, 12 November 2019 15:18)

    Sieht einfach mega toll aus und liest sich alles ganz wunderbar :) Die Kängurus herrlich, jetzt freuen wir uns auf den Teufel. Schöne Zeit weiter ....

  • #10

    Frau Zimmi (Mittwoch, 13 November 2019 12:25)

    Du meine Güte, was ist denn mit dem armen Teufelchen los? Warum hat der denn den Draht im Maul? Oder ist das die tasmanische Krebsbekämpfung?
    Ansonsten sind Deine Bilder wieder mega und wir warten mit großer Vorfreude auf die nächsten.

  • #11

    Sascha (Mittwoch, 13 November 2019 17:49)

    Toller Blog. Ich liebe es jeden Abend zu lesen. Das ist fast so als wäre man dabei. Fast!

  • #12

    Julia (Donnerstag, 14 November 2019 15:12)

    Super beeindruckende Bilder und tolle Berichte :) Genießt die Zeit!

  • #13

    Otto (Donnerstag, 14 November 2019)

    Und immer das Titleist Cap dabei...Grandios! :-D
    Wirklich ein toller Blog. Da könnte man fast Fernweh bekommen.

    Grüße aus der Heimat und macht es euch noch hübsch!

  • #14

    Petra (Donnerstag, 14 November 2019 17:16)

    Wir sind jeden Tag voller Vorfreude auf den nächsten Bericht. Deine Energie, am Abend sich noch mal hinzusetzen und daran zu arbeiten, ist bewundernswert. Danke!

  • #15

    Birgit (Samstag, 16 November 2019 17:03)

    Vielen, vielen Dank für die schönen Bilder und die schönen Berichte. Als wäre man dabei ...

  • #16

    Beate (Montag, 18 November 2019 17:28)

    Danke, dass auch ich hier die grandiosen Bilder sehen und die Berichte lesen kann. Das ist schon Arbeit im Urlaub für dich!�. Spätestens bei dem Thema "Campingplatz " muss ich mich mal äußern. Platz mit Meerblick ist kostenmäßig die teuerste Stufe. Aber erst bis Tasmanien ist auch zu teuer.� . Bleibt schön gesund und fit und noch erlebnisreiche schöne Tage wünscht Beate aus Engelsdorf . Trainiert ihr eigentlich für eure Bergtouren?

  • #17

    Sabine (Mittwoch, 20 November 2019 19:39)

    Zauberschöne Bilder, die ihr uns vom anderen Ende der Welt sendet - und die Teilhabe an euren Abenteuern ist herrlich. Was für ein magischer Sternenhimmel � Fühlt euch gedrückt, ihr lieben und wunderbar verrückten Reisevögel

  • #18

    Carmen (Montag, 25 November 2019 10:36)

    So, jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben...
    Ich bin von eurer Reise, den tollen Fotos und dem äusserst erfrischendem Schreibstil des Autoren total begeistert. Ich musste mehrfach herzhaft lachen und hatte wirklich das Gefühl, dabei gewesen zu sein.
    Da kann ich mir das Urlaubsgeld 2020 sparen und lieber euren Blog lesen.
    PS : Ich freu mich, wenn ihr wieder daheim seid �

  • #19

    Beate (Montag, 25 November 2019 12:57)

    Super geschrieben und super Fotos. Es macht Spaß hier zu lesen. Den Vogel kann ich nicht benennen aber der Frosch ist doch ein tasmanischer Glubschaugenfrosch?Sehr selten! Alles Gute für euch beide!

  • #20

    Sandy (Montag, 25 November 2019 22:22)

    Beim Wombatbabybesuch wäre ich zu gern dabei gewesen � allerdings auch bei Shirleys anderen Tierbegegnungen. Bin schon auf die Berichte gespannt. Es sieht einfach alles so abwechslungsreich und abenteuerlich aus. Genießt die letzte Woche und kommt gesund heim. Apropos, das fiese Novembergrau muss euch doch fehlen � ...

  • #21

    Birgit (Freitag, 29 November 2019 17:25)

    Dann kommt mal gesund wieder zu Hause an und genießt die letzten Stunden. Bis ganz bald

  • #22

    Peter (MightyBo aus dem X-Forum) (Mittwoch, 04 Dezember 2019)

    Klasse Bilder und Bericht. Hat sehr viel Spass gemacht deinen Bericht zu lesen!

  • #23

    Hermann (Hermann Roth aus dem Fuji X-Forum (Montag, 09 Dezember 2019 13:49)

    Sehr schöner Reisebericht. Sydney ist schon eine klasse Stadt. Wir waren schon mehrmals dort und finden immer wieder Neues. Hmm, der Funke zu Tasmanien ist bei mir jetzt nicht übergesprungen, was sicher nicht an deinem ausführlichen Bericht und den Bildern liegt.

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