Es wird Ernst...

 

Der Countdown läuft. Endlich mal wieder den Alltag hinter sich lassen. Sechs Tage Urlaub auf Mallorca. Gleichzeitig dient dieser Kurzurlaub als Premiere und gleichzeitig Generalprobe für den weitaus größeren Trip nach Island. Ich werde das erste Mal mit eigenem Blog unterwegs sein. Ich bin mal gespannt, ob die technischen Voraussetzungen vor Ort und auch mein innerer Schweinehund tägliche Einträge in den Blog zulassen. Erst einmal geht es ans Packen, da wird auch für die relativ kurze Zeit einiges zusammenkommen. Einen kleinen Vorgeschmack kann ich schon bieten…


Das Foto entstand für ein Projekt für den Islandtrip. Dennoch wird der größte Teil davon auch den Weg nach Mallorca auf sich nehmen müssen.


Das Grauen des frühen Vogels

 

Ich gehöre schon bei normalen Aufstehzeiten, also gegen 7.00 Uhr, nicht zu den bestgelauntesten Mitmenschen. Wenn aber eine Weckzeit von 2.55 Uhr auf dem Plan steht, kann man sich vorstellen, was man zu erwarten hat. Zum Glück hatten wir alles gepackt und ich musste mich nur noch mit Anziehen und Zähneputzen beschäftigen. Mehr wäre nicht drin gewesen. Die Abfahrt, eine Freundin hatte sich tatsächlich erbarmt, uns zum Flughafen zu bringen, begann pünktlich 3.30 Uhr. 


Was man so alles lernt

 

Was ich schon nach 2 Tagen des Urlaubes gelernt habe, ist, dass es verdammt schwierig ist, einen Blog zu füllen, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist. Das ist ja eigentlich gut. Somit weiß man, dass die geplanten Ausflüge einen in den Bann gezogen haben. Der heutige Tag war einfach traumhaft. Angefangen vom Erkundungsspaziergang auf fremden Wegen, bis zum stundenlangen Durchstreifen von herrlichen Gärten und Landgütern, bis hin zu einem fantastischen Sonnneuntergang, den wir hoch über dem Meer auf der Mauer einer abenteuerlichen Serpentinenstraße bewundert haben. Abgerundet wurde der Abend mit einer Nachtfotosession in Valldemosse. Jetzt reichts…


Nirgends war der Herr Müller, den alle besingen

 

Bevor wir uns auf die Spuren des viel besungenen Herrn Müller machten, stand ein wenig Kultur auf dem Plan. In der Kartause von Valldemossa waren allerhand Relikte aus vergangen Zeiten zu besichtigen. Die Insassen lebten wohl recht enthaltsam. Ihre Gärten waren aber umso spektakulärer. Die Wanderung füllte dann fast den restlichen Tag. Fünf Stunden ging es über Stock und Stein. Die Aussichten auf das Meer entschädigten für diese Strapazen. Wenn ich was bisher im Leben gelernt habe, neben dem vom gestrigen Tage, ist es, dass die schönsten Orte meist nur mit viel Mühe besichtigt werden können. Dies war heute wieder so. Auch an diesem Tag lautet das Fazit: Fertsch aber zufrieden!


Ade Valldemossa. Hola de Lluc. Under wieder wurde alles anders.

 

Wenn etwas Bestand hat in diesem Urlaub, dann ist es, dass wir immer wieder vom engen Zeitplan abweichen. Diesmal war es eine kleine Wanderung an einem Weiler entlang, der zu einer herrlichen Steilküste führte. Direkt vor uns die tosenden Wellen, große Felsen, die Sonne und kein Störfaktor der gleichen Spezies. Eine Stunde ist da weg wie nix. Somit verzögerten sich die Ankunft in unserer neuen Herberge und damit die restliche Abendgestaltung. Der ebenso ungeplante Abendausflug dauerte dann aber bis 22.30 Uhr an. Der Vorteil dieser späten Reisezeit ist, dass nicht ständig lebensmüde Radfahrer unterwegs sind, die nur darauf warten, dass wir von unserer Vollkasko Gebrauch machen müssen. Bisher blieben wir schadlos.


So weit die Füße tragen

Die Wanderung des heutigen Tages war geplant und wurde auch ordnungsgemäß durchgeführt. Das Wetter meint es verdammt gut mit uns. Es ist angenehm warm, aber auch nicht gleich zu heiß zum Wandern. Ab und an ist man auch mal froh, wenn die Sonne sich hinter den Wolken verzieht. Somit bleibt einem der Sonnenstich erspart. Die Füße sind dann aber auch nach sechs Stunden froh, wieder durchatmen zu können. Die Wanderung war aber jede Minute der vorhandenen Anstrengungen wert. Zum Seelenfrieden habe ich mir noch die Fernbedienung für den Fernseher besorgt. Zum Glück wird das Rückspiel zwischen Bayern und Real im Spanischen Fernsehen übertragen. Mal sehen wie es dann 22.30 Uhr mit meinem Seelenfrieden aussieht.

P.S. Vielleicht wäre es ohne Fernseher besser gewesen… :-(


What I can tell (Fazit)

6 Tage vergingen wie im Flug. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass wir jede Minute ausgenutzt haben, um diesen kleinen Teil der Insel zu erkunden. Was bleibt:

Der Teil von Mallorca, den wir gesehen haben, war wahnsinnig abwechslungsreich und traumhaft schön. Ob dies auch in der Hochsaison so zweifelsfrei gelten kann, bin ich mir nicht ganz so sicher. An einigen Touristenknotenpunkten konnte man schon in etwa die Macht der Masse spüren. Diese Menschenmasse ist spielend in der Lage, Paradise in einen Albtraum zu verwandeln. Zu diesem Zeitpunkt der Saison konnten wir dem entfliehen.

Es scheint eine riesige Anzahl von todesmutigen Radfahrern zu geben. Anders lässt sich das, was man hier auf den Serpentinenstraßen Meter für Meter erlebt, nicht erklären.

Sächsisch ist mit Abstand nicht der schlimmste Dialekt. Hier sind mir Deutsche begegnet, bei denen ich erst nach längerem Hinhören erkannt habe, dass es sich um Deutsche handelt.

Die Mallorquiner sind wahnsinnig freundlich. Das habe ich bei Menschen, die vom Massentourismus versaut wurden, auch schon anders erlebt.

Wir haben alles hier genossen und werden bestimmt wieder ein wenig Frühlingszeit hier verbringen.

Und immer dran denken: Touristen sind immer die anderen. :-)

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Steven Maess

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