Es geht wieder los. Die Aufregung vor der nächsten Reise ins Ungewisse ist spürbar und steigt von Tag zu Tag. Klar kann man sich nach dem Winterausflug nach Island schon vorstellen, was einen erwarten kann, aber dennoch ist Finnland im Winter noch einmal eine andere Hausnummer. Vor allem von den Temperaturen erwarten uns wahrscheinlich bis zu -25 Grad (oder sogar noch kälter). Aber genau diese extreme Kälte gepaart mit Schnee, klarer Luft und weitem Land sind die Gründe, die mich immer wieder in solche Länder zieht.

 

Wir haben uns wieder viel vorgenommen. Am Samstag (03.03.2018) geht es von Tegel aus nach Helsinki und dann am 05.03.2018 weiter in den ganz hohen finnischen Norden. Ich bin gespannt und voller Erwartungen. Mal sehen, ob alles so kommt, wie wir uns das vorstellen.

Das Fazit des ersten Tages kommt heute gleich vorab. Helsinki ist cool. Sogar in doppelter Hinsicht. Bei Tagesausflugsstarttemperaturen (das Wort gibt sicher 300 Punkte bei Scrabble) von -14 Grad braucht man natürlich etwas, um in Schwung zu kommen. Auf der anderen Seite ist Helsinki sehr relaxed und sehr abwechslungsreich. Die Mischung aus moderner Architektur und historischen Gebäuden bereichert diese Stadt ungemein. Wir haben uns jedenfalls wahnsinnig wohl gefühlt.

 

Leider konnte man das vom Flughafen Tegel nicht bestätigen. Auch wenn man schon wohlwissend nichts erwartet, kann man immer noch in den Wahnsinn getrieben werden. Diesmal standen wir ca. 1,5 Stunden an einer ca. 10 - 15 Meter langen Schlange. Als wir dann noch getrennt sitzen mussten, und ich mit "Da hat sich das Warten ja gelohnt" geantwortet hatte, erzählte mir die Flughafenangestellte, dass die Gepäckbandmaschine nicht richtig funktionierte und es somit zu Verzögerungen kam. Ich glaube, wir hatten es beide gleichermaßen satt. Das Beste war noch, dass wir fast pünktlich gestartet sind.

 

Der Flughafen in Helsinki war dagegen eine absolute Wohltat. Alles beschriftet, keine Hektik, Gepäck war zügig vor Ort und die Leute waren nett. Wir entschieden uns, unsere großen Rucksäcke auf dem Flughafen zu lassen und reisten nur mit kleineren Rucksäcken nach Helsinki-Stadt. Der Flughafen war zwar ca. eine Stunde entfernt von unserer Wohnung, aber auch die Fahrt dahin verlief ohne Probleme. 

 

Wir sind somit gut in den Urlaub gestartet und freuen uns dann Morgen auf den noch kühleren Norden...

 

 

Mit etwas Verzögerung geht es nun endlich weiter. Wir haben leider kein Internet in der Unterkunft. Ist ja heutzutage eher Feature als Mangel. Jetzt sitzen wir im äußersten Nordosten Norwegens im Kaffee und ich komme dazu, etwas zu schreiben.

 

In Helsinki hat uns die moderne Welt noch fest im Griff gehabt. Wenn man früh gegen 7.00 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle steht und sicher ist, einen Fahrschein erwerben zu können und weit und breit keinen Automaten sieht, wird man etwas unruhig. Zum Glück war eine junge Frau mit an der Haltestelle und erklärte uns, dass es 2 Möglichkeiten gäbe. Entweder wir laden eine App herunter und kaufen über die oder senden eine SMS an eine bestimmte Nummer. Der schnelle Weg mit der SMS zerschlug sich alsbald, da dies natürlich nur mit finnischen Nummern funktioniert. Also App heruntergeladen, Kreditkarte hinterlegt und Fahrkarte bis zum Flughafen gekauft. Ging fix. Man musste es halt nur wissen. Ansonsten gibt es wohl auch noch so eine Art aufladbare Karte. Was es jedenfalls nicht mehr gibt, sind Fahrscheine. Ist den Finnen zu oldschool...

 

Der Flug nach Kittilä war ein Kinderspiel. Die Sonne schien, der Flug verlief ruhig und der Flughafen vor Ort war knuffig und tief verschneit. Das Auto lief auch schon und war ordentlich vorgewärmt. Also ab in den Ort. Ein wenig kauften wir ein und nahmen zum obligatorischen Kaffee und Kuchen Platz. Dann ging es zu einem der Highlights dieser Reise.

 

Das Snowvillage, in welchem wir in einer Eissuite übernachten wollten, lag im tiefsten Winterwald. Wir waren recht früh vor Ort und hatten genügend Zeit, alle "Zimmer" genau zu inspizieren. Das diesjährige Hauptthema war Game of Thrones. Die Skulpturen an den Wänden und in den Räumen waren grandios umgesetzt. Unser Zimmer, nicht das auf dem Bild oben, zierte ein Weißer Wanderer mit leuchtend blauen Augen. In der riesigen Anlage herrschten ca. -5 Grad. Mit der Zeit wurde es schon etwas frisch und man konnte sich noch gar nicht vorstellen, dort die ganze Nacht zu verbringen. Bei einer Führung mit einem Teil der Übernachtungsgäste wurden wir aber schon fürs Überleben gebrieft. Klang alles sinnvoll und wichtig. Ob es was genützt hat, dann mit dem nächsten Beitrag...

Die Nacht ward überstanden. Dass wir richtig gut geschlafen haben, konnte man nicht sagen. Aber es war auch nicht so richtig schlecht. Es war halt ungewohnt. Die Kälte hielt sich aufgrund eines sehr warmen Schlafsacks in Grenzen. Leider musste man komplett in ihm verschwinden. Somit hatte ich eher Probleme Luft zu bekommen, als zu erfrieren. Aber es war schon absolut abgefahren. Anders als erwartet, war auch das Essen auf der Hütte. Es war fantastisch. Leider aber auch mit 38 Euro für ein Rentier-Fillet alles andere als günstig. Aber es war sehr sehr lecker.

 

Der nächste Morgen begann mit -26 Grad und einem kleinen Spaziergang durch den Winterwald. Jedenfalls für mich. Der Rest der 16 Übernachter kauerte noch in ihren Schlafsäcken. Nach einem guten Frühstück mit tollem Weißbrot ging es dann Richtung Norden. Unsere Fahrt führte uns ca. 350 Kilometer nördlich nach Utsjoki. Ich glaube, es gibt keinen nördlicheren Ort in Finnland. 

 

Die Fahrt dahin erstreckte sich über sehr lange und komplett weiße Straßen. Die Vegetation wechselt Richtung Norden zu Birkenwäldern. Die Birken waren aber eher mehr Büche als ausgewachsene Bäume. Nach Norden nahmen auch die Temperaturen wieder ab. Zwischenzeitlich hatten wir tatsächlich mal um die -14 Grad. Am Ende waren es dann wieder -20 Grad und gegen Abend fast -30 Grad.

 

Auf dem Weg machten wir einen ungeplanten Halt an einer Rentierfarm. In dem Moment, als wir unser Auto abgestellt hatten und aussteigen wollten, kam der Eigentümer und sah erst nicht erfreut aus. Er zeigte Shirley auch irgendetwas an. Wir dachten, wir sollten verschwinden. Aber er wollte uns nur seine Farm zeigen und ließ uns mit ins Gatter seiner Rentiere. Der Mann zählte auf jeden Fall in die Kategorie hart aber herzlich. Hoffe ich jedenfalls. Er konnte kein Englisch und seine Handbewegungen waren immer sehr kurz und prägnant. Naja, wir hatten, was wir wollten und er dann wieder seine Ruhe.

 

Unser Haus in Utsjoki lag genau am Fluss. Im Moment ist dieser aber eine komplette weiße Fläche, der durch Snowmobil-Spuren durchzogen ist. Wir lagen dort  in einem Kessel, so dass es mit dem Handyempfang recht schlecht bestellt war. Normalerweise ist dies auch nicht weiter wild, aber am nächsten Tag...

An Tagen wie diesen...

 

Meine Fresse war das ein Tag. Es kam alles zusammen, was zusammen kommen konnte.

Die Sonne strahlte so hell, wie so nur konnte. Die glasklare Nacht führte zu Temperaturen unterhalb von -30 Grad. Da wir schon einmal fast an der Barentssee waren, wollten wir dieser auch einen Besuch abstatten. Lasse, unser Vermieter, empfahl uns Vardö. Das wären ca. 2,5 Stunden Fahrt mit Grenzüberschreitung nach Norwegen gewesen. Daraufhin warnte er uns auch gleich, vor der norwegischen Strafkeule für Schnellfahrer. In Finnland gäbe es wohl eh kaum Polizisten, die die Geschwindigkeit überprüften. Das konnten wir bis dahin bestätigen.

 

Also raus ins Auto. Sachen einpacken und schon einmal das Auto aufwärmen. Leider wollte das Auto sich nicht aufwärmen lassen. Das, was es alles nicht wollte, zeigte es auf bestem Finnisch an. Ich versuchte es einige Male und hörten dann auf, da ich die Batterie nicht schrotten wollte. Und jetzt kommt der Hinweis vom fehlenden Handynetz vom Vortag ins Spiel. Wie jemanden anrufen ohne Telefonnetz. Gar nicht...

 

Nebenan war zum Glück ein Haus dauerbewohnt. Ich holte die Unterlagen und Shirley ging schon vor. Sie klingelte und es öffnete eine ältere Dame, die kein Wort Englisch verstand. Sie holte dann einen älteren Mann, der auch kein Englisch verstand. Nach einigem hilflosen Hin- und Her erklärte er, er würde Asklan anrufen. Auf der einen Seite war das super, auf der anderen aber auch Mist, da entstehende Kosten ja nicht über Hertz, unserem Autovermieter, hätten abgerechnet werden können. Asklan kam dann recht fix und schaute wie ein Schwein ins Uhrwerk. Er suchte ein Aufwärmsystem, welches in Autos in diesen Breitengraden gängig ist. Er fand nix, rief für uns aber bei Hertz an. Die würden jemanden schicken.

 

Asklan kam dann noch einmal zurück und meinte, die Hilfe würde gegen 12.00 Uhr eintreffen. Da er auch kein Englisch sprach, zeichnete er die Zeit mit einem Stock in den Schnee. Geht alles...

 

Unsere endgültige Hilfe kam dann in Form des einzigen KfZ-Mechanikers im Ort. Schlussendlich konnte er uns helfen. Dies dauerte dann aber noch ca. 3 - 4 Stunden. Da er das Wärmesystem auch nicht fand, wir mit Hertz telefonierten, diese uns beinah ein neues Auto aus 150 km Entfernung geschickt hätten, dem Mechaniker dann aber noch ein Tipp gaben, er das Aufwärmsystem fand, nun aber die Batterie tot war, er insgesamt drei Mal zwischen seiner Werkstatt und unserer Unterkunft pendelte (7 km one way), dann nach längerem Aufladeversuch doch eine neue Batterie holte und nach etwas Warten endlich der Motor startete.

 

Aber egal. Wieder was gelernt, nette Leute kennengelernt und dann den Rest des Tageslichtes noch die Umgebung erkundet. 

 

Da immer alles im Gleichgewicht bleiben muss, hatte die Welt noch eine Belohnung für uns übrig. Bei -30 Grad ca. 1,5 Stunden die geilsten Polarlichter, die wir je gesehen hatten. Wir sind nicht wieder geworden...

 

P.S. Iphone ist der größte Mist bei polaren Temperaturen. Jedenfalls wenn man es tatsächlich nutzen will.

Die großartigen Polarlichter noch im Gedächtnis, ging ich diesmal schon gegen 8.00 Uhr zum Auto und hoffte, dass es anspringen würde. Dafür musste man manuell über den Boardcomputer die Vorwärmeinheit starten. Diese sprang schon einmal an und gab ihr Bestes, den Motor bei -31 Grad etwas anzuheizen. Damit stand nun endgültig die Fahrt an die Barantssee an. Nach ordentlicher Vorwärmzeit schnurrte der Motor wie eine Kätzchen. 

 

Unser Ausflugsziel hieß Vardö. Es ist die nord-östlichste Gemeinde Norwegens. Wir hatten knapp 3 Stunden Fahrt vor uns. Umso näher wir dem Meer kamen, umso wärmer wurde es. Wir hatten am Ende in Vardö ca. -7 Grad. Da dort aber die Luftfeuchtigkeit wesentlich höher war als im Inland, spürte man auf Dauer nicht allzu viel von diesem Temperaturunterschied. 

 

Das erste Mal kommt man am Varangerfjord mit dem Meer in Berührung. Da es zu diesem Zeitpunkt noch unter -20 Grad war, dampfte das Meer aufgrund des Temperaturunterschiedes. Somit bildete sich eine kleine wabernde Nebeldecke über dem Fjord, durch den sich die ansonsten strahlende Sonne durchkämpfte.

 

Vardö selber war eine absolute positive Überraschung. Es lag auf einer Insel und konnte durch einen 3 km langen Tunnel erreicht werden. Dort schien es vor wenigen Stunden erst richtig geschneit zu haben. Überall Schnee, Schneeraupen und Leute die versuchten, ihre Einfahrten zu räumen. Ansonsten war der Ort sehr bunt und lebendig, hatte wieder einmal leckeren Kuchen und bescherte uns einen ca. 3-stündigen Aufenthalt mit längerem Spaziergang.

 

Auf der Rückfahrt gab es dann noch einen ordentlichen Sonnenuntergang, der uns anfänglich zu mehreren kurzen Stopps zwang. Obwohl auch diese Nacht wieder sternenklar war, zeigten sich diesmal nur ganz leichte Polarlichter. Jedenfalls in der Zeit, in der wir munter waren. Das bestätigt noch einmal das große Glück vom Vorabend.

Nach 3 Nächten wurde es Zeit, dem hohen Norden den Rücken zu kehren. Wir hatten das Ziel, 12:40 Uhr in Inari zu sein und dort unsere gebuchte Huskytour wahrzunehmen. Inari ist ca. 1,5 Stunden von Utsjoki entfernt. Mit dem hohen Norden verabschiedete sich auch erst einmal die Sonne. Vom Sonnenlicht sind wir wahrlich verwöhnt gewesen die letzten Tage. Mit den Wolken und dem Schnee kamen aber etwas wärmere Temperaturen. Wir lagen jetzt so um die -15 Grad.

 

Die Tour bestand aus 11 Touristen und 2 Guides. Jeweils 2 Leute auf einem Schlitten. In der Mitte der Tour konnten der Fahrer und der Vorsitzer wechseln. Beim Wechsel kam es vor allem darauf an, dass immer einer mit dem Fuß auf der Bremse stehen blieb. Ansonsten konnten die Kraftpakete, bei uns waren es 5, ungehindert davonrennen. Mit welcher Kraft sie immer und immer wieder versuchten, den Schlitten wegzuzerren, war schon beeindruckend. Als wir sie vor der Fahrt am Schlitten das erste Mal sahen, lagen sie komplett unbeteiligt im Schnee. Als es dann so aussah, als könnte es losgehen, konnte man sich vor wuselnden, bellenden und jaulenden Hunden kaum retten. Da war ordentlich was los.

 

Die Tour selber ging durch ein bewaldetes Gebiet und machte echt Laune. Im Gegensatz zum isländischen Huskyausflug mussten wir kaum selber mitarbeiten, um die Siberian Huskies anzutreiben. Die wollten einfach nur weiter und weiter und weiter...

 

Zum Abschluss gab es noch etwas Gemütlichkeit im Tipi. Die Anzahl der asiatischen Gäste ist auch in Finnland erstaunlich hoch. Bei unserer Tour waren es etwas mehr als 50 Prozent. Sie kamen aus China, Taiwan und Hongkong. Wenn es nach China geht, also alle aus China. :-)

 

Ansonsten war in Inari nicht soviel los. Wir spazierten erst etwas durch den Schnee. Davon gab es auch hier reichlich und es schneite unaufhörlich weiter. Dann fuhren wir mal die eine und mal die andere Querstraße ab. Schlussendlich aßen wir in einer etwas amerikanisch angehauchten Kneipe zu Abend.

Es war mal wieder Reisetag. Von Inari ging es zurück in Richtung Kittilä, da in 2 Tagen der Flieger Richtung Helsinki gehen würde. 'Genauer gesagt, wollten wir nach Äkäslompolo. Gibt schon sehr lustige Namen hier. Ich habe es mir jedenfalls meist verkniffen, die Orte vor einem Einheimischen auszusprechen. Der wäre eh nie darauf gekommen, was ich damit meine. Das hat uns aber auch bis dahin nicht in unserer Reisedurchführung behindert.

 

Von Inira aus hätten wir den gleichen Weg nach Kittilä wieder zurückfahren können oder einen anderen über Ivalo nehmen. Dieser war insgesamt 100 km länger. Wenn wir schon einmal hier sind, wollten wir natürlich soviel wie möglich sehen. Also ging es über Ivalo. Bis Ivalo fährt man am Inarisee vorbei. Dieser ist 2x so groß wie der Bodensee und damit noch nicht der größte See Finnlands. Viel haben wir vom See aber nicht gesehen, da natürlich alles gefroren und zugeschneit war. Es ergaben sich immer mal wieder freie Aussichten auf neblig weiße Felder, umrahmt von Bäumen.

 

Die Ecke um Ivalo ist Skigebiet in Finnland. Hier treffen sich die ganzen Skilangläufer und Abfahrer. Schneesicher ist es ja im Winter. Durch die kalten Temperaturen hat man auch fantastischen Pulverschnee. Nur zum Schneemannbauen und für die Schneeballschlacht ist der Schnee eher ungeeignet.

 

Die Fahrzeit von ca. 5 Stunden nebst einiger Pausen ging recht fix um. Nur mein Rücken denkt in letzter Zeit, er benötigt mehr Aufmerksamkeit. Ich muss mich nun doch einmal um altersgerechte sportliche Aktivitäten bemühen, die auch meinen Rücken stärken. Ansonsten haben sich solche langen monotonen Fahrten bald erledigt. Man hätte sich ja auch früher kümmern können...

 

Von Beginn der Fahrt bis zum Abschluss in Äkäslompolo schneite es durchweg. Mal schneite es etwas stärker, mal krümelte es vor sich hin. Auf jeden Fall hinterließ der Tag eine nicht unbeachtliche Schneemenge, die sich super auf der schon vorhandenen breit machte. Zum Glück sind die Finnen sehr hinterher beim Räumen der Straßen. So viele Straßen haben sie ja auch nicht, dafür aber endlos lange...

Der letzte komplette Tag in Finnland wurde noch einmal in vollen Zügen genossen. Er begann mit einer Schneemobil-Tour. Wir hatten das Glück, dass andere Leute kurzfristig abgesagt hatten und wir 3 Stunden mit einem Guide alleine im finnischen Winterwald unterwegs gewesen sind. Gestern, als wir die Tour buchten, klang es noch so, als ob wir ein Snowmobil leihen würden und auf eigene Faust fahren dürften. Glücklicherweise war das nicht der Fall. Am Anfang dachte ich, ich wäre zu dämlich, mit dem Snowmobil umzugehen. Die indirekte Art der Lenkung machte mir schon etwas zu schaffen. So kamen mir in den ersten Minuten 10 km/h wie 50 vor. Mit der Zeit bekam ich dann aber ein besseres Gefühl für die Maschine, auch wenn es bis zum Schluss harte Arbeit war, das Mobil immer in der Spur zu halten. Vor allem wenn der Track links oder rechts abfiel. Die Fahrt durch diese grandiose Landschaft war jedenfalls großartig. Ein wenig auf Speed kam man zum Ende dann auch.

 

Neben dem kurzen Besuch einer Rentierfarm stand noch einmal das Snowvillage Eishotel auf dem Plan. Diesmal nicht zum Übernachten. Wir wollten zum Abschluss erneut die hervorragende Küche in Anspruch nehmen. Dieser kurzer Abstecher hatte sich für uns auf jeden Fall gelohnt. Die Köche verstehen ihr Handwerk. 

 

Was bleibt nach 8 Tagen Finnland? Mal wieder sehr viele schöne Emotionen. Wir haben wieder Landschaften entdeckt, die einen in ihren Bann ziehen. Auch hatten wir noch nie eine Autopanne, die uns längere Zeit vom Erkunden abgehalten hat. Aber auch das hatte sein Gutes. Die Menschen, die uns zur Hilfe kamen, waren alle freundlich und ungezwungen hilfsbereit. Somit lernten wir gleich noch einiges über Land und Leute kennen, was uns sonst in der Form verwehrt geblieben wäre.

 

Auch wenn mein Fazit sich von Reise zu Reise ähnelt, ist es dennoch wie es ist. Es war mal wieder sehr sehr geil...

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Kommentare: 1
  • #1

    Klaus (Samstag, 17 März 2018 11:13)

    Eine Winterreise hat ihre besonderen Reize! Das Land und Menschen muss man einfach selbst erleben. Kommentar einfach toll und sehr informativ. Danke

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